Mittwoch, 28. Juni 2017

Schafft die Kuratoren ab!

Stefan Heidenreich traut sich! Er sagt mit klaren Worten, warum es der Kunst, allem Anschein zum Trotz, heutzutage doch nicht so gut geht und warum das u. a. so ist. Sein Artikel spricht mir aus dem Herzen, denn jede*r Künstler*in, ob berühmt oder nicht hat es schon erlebt, die Ohnmacht einer geheimen Jury gegenüber, die den Bewerbern als objektiv und unparteiisch verkauft wird ... Die Insider glauben sowieso nicht daran, sie wissen, es wird gemauschelt und geschachert, von Objektivität keine Spur.

Viele Künstler*innen bewerben sich nur noch um Ausstellungen oder Preise, wenn sie mit mindestens einem Jurymitglied bekannt sind. Künstler*innen die sich für ein Leben außerhalb der Metropolen entschieden haben, haben wahrscheinlich gar keine Chance.

Ich kann den Artikel aus Copyrightgründen hier nicht posten, aber wen er interessiert, kommt über diesen Link an ihn heran:

Schafft die Kuratoren ab!

aus der Zeit Nr. 26, 2017


Und für alle die Gefallen finden an der kritischen Kunstkritik, gleich noch ein Artikel desselben Autors zur aktuellen documenta:

Im Tempel der Selbstgerechtigkeit

aus der Zeit Nr. 25, 2017

Dienstag, 27. Juni 2017

Endlich geht es weiter

mit der Arbeit im Atelier! Ich staune selbst, dass ich auch nach längerer Malpause nur den Pinsel in die Hand nehmen muss und los geht's! Das ist ein sehr beruhigendes Gefühl.




Zwischenbilanz - noch nicht ganz fertig!




Donnerstag, 22. Juni 2017

Cityscapes - die Stadt in der Malerei

Unter meinen, über viele Jahre gesammelten Kunstbüchern und Katalogen, befindet sich auch der Band zur Ausstellung "Stadtbilder. Berlin in der Malerei vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart".
Erstaunlich wie konstant das Thema in der Kunst bis heute geblieben ist.

Die fortwährende Aktualität lässt sich aber nicht nur an der Vielzahl von Ausstellungen und deren dazugehörigen Kompendien ablesen, heute bieten zahlreiche Internetplattformen, wie z.B. Pinterest, Flickr oder Instagram, weit mehr Einsichten in die gemalten Welten städtischen Lebens, als jemals zuvor.

Kürzlich habe ich auf einem dieser Wege den mir zuvor nicht bekannten, in England aber sehr geschätzten Maler George Shaw gefunden, von dessen Werken ich spontan begeistert war und dem ich mich sehr verwandt fühle. Auf YouTube äußert sich der Künstler in einem kurzen Video sehr sympathisch zu seiner Arbeit. George Shaw war 2011 Turner Preisträger.




Ich selbst suche seit meinem Studium an der Universität der Künste, Berlin, Mitte der 80er Jahre, die Unmittelbarkeit der Dinge in meiner Umgebung. Dabei spielte auch immer das Thema Stadt, Architektur eine Rolle. Was mich dazu veranlasst, demnächst die Bilder, die ich aus der Zeit noch besitze, einmal wieder vom Dachboden zu holen und mit meiner heutigen Auffassung dieses Themas zu vergleichen.

Im vergangenen Jahr entstand aus diesem Interesse, eine Reihe von gemalten Ansichten meiner Heimatstadt Altena. Was liegt also näher, da ich mein ganzes Leben in großen und kleinen Städten verbracht habe, die Stadt aus der ich komme genauso zu thematisieren, wie die Stadt, die ich anhand einer weit entfernten Webcam beobachten kann? Ich sehe diese Bilder und somit erlebe ich sie auch, ganz gleich, ob ich mich dort aufhalte oder mir meine Anwesenheit nur vorstelle.


Altena, Zum Kölschen Joe, 2016, Öl/Lwd., 50 x 60 cm


Altena, Immerhin, 2016, Öl/Lwd., 60 x 80 cm

2008 entdeckte ich die New Yorker Live-Webcam http://www.cnyclive.com. Ich war auf Anhieb fasziniert von der Möglichkeit, diese Kamera von meinem Standort in Deutschland aus, mit meinem Computer steuern zu können, zu zoomen, zu schwenken, das Leben auf der Kreuzung Christopher Street, Seventh Avenue auf meinem Computerbildschirm zu verfolgen. Auf diese Weise habe ich an die 5000 snapshots gespeichert, von denen ich ca. 80 Motive in Ölpastellbilder verwandelt habe - Snapshot Drawings.


Snapshot CNYC, 2010, Ölpastell/Acrylkarton


Snapshot CNYC, 2012, Ölpastell/Acrylkarton

Diese besondere Webcam war vorübergehend eingestellt worden, scheint nun wieder aktiv zu sein, wobei ich zwar die Seite aufrufen kann, mir aber offenbar ein Plug-in fehlt, um die Übertragenen Videos sehen zu können. Das Problem werde ich in nächster Zeit recherchieren und hoffentlich lösen, um mich wieder auf den Straßen von Greenwich Village tummeln zu können.

Nur mit Tübinger Ansichten tue ich mich immer noch schwer. Woran es liegt kann ich gar nicht genau beschreiben. Möglicherweise ist das Leben hier, zumindest oberflächlich betrachtet, zu beschaulich und geordnet, im Vergleich zu Berlin und Altena. Es gibt keine krassen Brüche im Stadtbild, das gediegen Bürgerliche scheint mir dominant zu sein. Insofern ist es eine künstlerische Herausforderung, die ich annehmen sollte.





Sonntag, 18. Juni 2017

Mit dem Zeicheninstitut auf dem Tübinger Stadtfriedhof

Es ist heiß in Tübingen und unter dem Glasdach des Zeicheninstituts ist es nochmal bedeutet heißer! Am Freitagnachmittag bin ich daher mit den Student*innen, auf den nahegelegenen Tübinger Stadtfriedhof umgezogen. Ich bin froh über diese Möglichkeit, bietet sie den Studentinnen doch die einmalige Erfahrung "Plein Air" zu malen, Licht und Schatten, verschiedene Grüntöne, Vegetation in Verbindung mit kulturellen Artefakten an Ort und Stelle wahrzunehmen und dies unmittelbar im Bild festzuhalten.

In knapp zweieinhalb Stunden kann kaum ein Bild "fertig" werden, aber darum geht es nicht. Es ist die Einmaligkeit der Erfahrung, die so ganz anders ist, als die Arbeit an einem Schreibtisch oder in einer Bibliothek. Die Kürze der Zeit erfordert außerdem eine schnelle Entscheidung für die Wahl eines Motivs, dass man für bildwürdig hält.

Ich selbst fand Zeit für zwei kleine Kohleskizzen und ein paar Fotos.






Montag, 12. Juni 2017

Fallen - die ersten vier Stadien

Endlich! Die Arbeit geht voran. Für meinen Beitrag, zur Ausstellung des Künstlerbund Tübingen in Kooperation mit dem Ugge Bärtle Museum, habe ich ein vages Konzept entwickelt, das es mir erlaubt, den Arbeitsprozesses und damit das Ergebnis, offen zu halten. Ich reagiere darauf, was das Format (124,5 x 460 cm) und das Medium (Kohle, Tusche und Wandfarbe) mir anbieten.

Die expressive Gestik der Tafeln entspricht nicht dem Ausdruck, den ich üblicherweise in meinen Bildern anwende. Aber es macht einen großen Unterschied, ob ich Stadtansichten mit statischen Gebäuden oder sich wild gebärdende Pferde darstelle. Ich bin der Ansicht, dass ein expressives Thema unbedingt auch einer entsprechenden Form bedarf. 

Die Spontaneität des Zeichen- und Pinselstrichs, der die wilden Pferde zum Leben erweckt und sich von ihrem Reiter befreien lassen, erlebe ich selbst als befreiend. Wirf den Ballast ab, den Reiter, der dich Jahrtausende lang gezwungen hat Dinge wider deine Natur zu tun! Das Pferd als Mythos der Freiheit, wird verehrt und bewundert, als domestiziertes Lebewesen führt es ein fremdbestimmtes und unnatürliches Leben, dass sich oft nur aufgrund von schmerzhaftem Zwang dem Menschen beugt.

Fakt ist, ohne das Pferd, gäbe es unsere Kultur, so wie sie sich entwickelt hat nicht. Erst seit es Maschinen gibt, hat das Pferd ausgedient und wenn es sich nicht für für den Sport und als Freizeitobjekt eignen würde, wäre es wohl nur noch im Zoo zu bewundern. Die Bedingungen für einen natürlichen Lebensraum, den ein solch sensibles und komplexes Wesen wie das Pferd benötigt, kann unsere Kultur kaum mehr bieten. 

Ein spannendes Thema also, dass kulturgeschichtlich von besonderem Interesse ist, wie das Buch "Das letzte Jahrhundert er Pferde", von Ulrich Raulff, 2016 in 6. Auflage im C.H. Beck Verlag erschienen, zeigt. Es lohnt sich es zu lesen, da es historische und gesellschaftliche Zusammenhänge neu beleuchtet.
Hier zwei Sätze aus der Buchbeschreibung des C.H. Beck Verlags: 
Der Exodus des Pferdes aus der Menschengeschichte ist ein erstaunlich unbeachteter Vorgang. Ganze Bibliotheken zur Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts schweigen sich aus über das Pferd, das gleichwohl in Europa und Amerika allgegenwärtig war – bis das letzte Jahrhundert der Pferde in der Zeit Napoleons anbricht und mit dem Ersten Weltkrieg ausklingt. 

Samstag, 10. Juni 2017

Mein Flickr!

Es ist inzwischen 8 Jahre her, dass ich Mitglied in der Fotocommunity Flickr geworden bin und es vergeht kein Tag, an dem ich nicht mindestens einmal die App öffne, um zu schauen, was andere Mitglieder an neuen Zeichnungen, Malereien und Fotos veröffentlicht haben.

In meinem Pool habe ich inzwischen 607 Fotograf*innen und Künstler*innen versammelt, deren Follower ich geworden bin, während ich selbst bisher 458 Follower gewonnen habe. In meiner Statistik steht, dass sich derzeit insgesamt 1035 Bilder in meinem Account befinden und alle Bilder zusammen genommen 342978 angeschaut worden sind! Das ist weit mehr, als ich mit Ausstellungen in einem ganzen Leben je erreichen könnte!

10291 Bilder, die mich in irgendeiner Weise besonders angesprochen haben, habe ich selbst in meinem Favoritenalbum gesammelt. Leider kann ich die aller ersten nur noch anschauen, wenn ich viel Zeit aufbringe um ganz an den Anfang herunter zu scrollen. Das ist der einzige Kritikpunkt, den ich an Flickr habe, dass es für die gesammelten Favorites keine Timeline gibt.

Über den Austausch via Favorites und Kommentaren haben sich zu einigen Flickr Mitgliedern sogar entfernte Freundschaften aus dem gegenseitigen Interesse heraus entwickelt, mit einigen wenigen tatsächlich auch im echten Leben. Die meisten habe ich übrigens über die Urban Sketchers gefunden, manche werden aufgrund der eigenen Auswahl auch von Flickr vorgeschlagen.

Ihr seht schon, Flickr ist nicht nur ein Zeitvertreib. Es ist eine großartige Möglichkeit, die Arbeiten so vieler hervorragender Künstler*innen weltweit betrachten zu können, die ich sonst wahrscheinlich niemals kennen gelernt hätte.

Vorgestern wurde ich von Flickr zum ersten Mal eingeladen eins meiner Bilder, "Leitung 1", (siehe den Post vom 08.06.17) zum Explore Pool hinzuzufügen. Das ist tatsächlich ein kleines Ereignis nicht nur, weil mein Bild aufgrund eines geheimen Algorithmus aus der Flut von Millionen von Bildern unter die 500 besten Fotos für den Tag gewählt wurde, sondern auch, weil ich noch nie ein gemaltes oder gezeichnetes Bild in diesem Pool gesehen habe! Das ist zwar bedauerlich, aber aufgrund Flickr's vorwiegenden Interesses an der Fotografie nachvollziehbar.

Meine Pastellzeichnung wurde innerhalb der zwei Tage 7547 mal angeschaut und hat bis jetzt 138 Favoriten gesammelt!

Wie wunderbar wäre es, wenn so viele Besucher meine Ausstellungen anschauen würden ...





Donnerstag, 8. Juni 2017

Kreiden wiederentdeckt

Gestern und vorgestern habe ich mich von dem Bild - "Chefsessel" - eines Flickr Fotografen namens Rüdiger inspirieren lassen. Ich habe dazu überwiegend die neuen Charcoal Blöcke von Derwent und Pastellkreide verwendet.

Manche Fotos wecken die Lust, mich mit Farben, Stiften, Pinseln in eine Situation hineinzuversetzen, ganz so, als wäre ich selbst vor Ort.








Montag, 5. Juni 2017

Christopher Gallego

Bei meinen Recherchen, um Bildbeispiele für meine Kunstkurse zu finden, sind mir die stillen, auf alltägliche Situationen konzentrierten Bilder des amerikanischen Malers Christopher Gallego schon des öfteren aufgefallen. Sie sind mir nicht nur vom Sujet her nah, sondern inzwischen habe ich auch seine Texte zu schätzen gelernt in denen er, nicht nur seinen Zugang zur Malerei sehr präzise formuliert, sondern auch seine Unterrichtsmethode als Lehrer an verschiedenen Institution in New York beschreibt.

Ich habe mich sehr gefreut, in seinem Blog genau das geschildert zu finden, was mir selbst in meinen Kursen wichtig ist und ich kann ihm nur absolut zustimmen.

Meine Empfehlung für heute also: unbedingt lesen und Christopher Gallegos Bilder anschauen!

https://chrisgallego.wordpress.com/category/blog-posts/


























Christopher Gallego, Small Studio Jar, 2008, oil on board, 13 x 8 inch

Samstag, 3. Juni 2017

Im Garten

Das Pfingstwochenende steht bevor und in unserem Viertel ist schon spürbar Ruhe eingekehrt. Da lässt sich auch der Garten wieder mehr genießen. Ich weiß nicht, wie oft ich schon dort gesessen und gezeichnet habe. Eigentlich gibt es nicht viel mehr zu sehen, als Pflanzen, Steine, Blumentöpfe. Eigentlich ziemlich langweilig.

Hier zeigt sich aber mal wieder: nicht das Motiv ist wichtig, sondern das, was draus entsteht.




























Donnerstag, 1. Juni 2017

Fallen - Experimente

Weitere Vorstudien zum Thema "Fallen", meinem Beitrag zur Kooperation des Künstlerbunds Tübingen mit dem Ugge Bärtle Museum, sind gestern entstanden.

Der Wechsel des Mediums spielt bei der Entdeckung neuer Möglichkeiten eine bedeutende Rolle. Ein anderes Papier, eine andere Zeichentusche, ein anderer Umgang mit dem Gewohnten, können zu ganz neuen Ergebnissen führen. Flüssige Zeichentuschen setzen andere Formen und Spuren, als feste Kreiden, dann wieder ergibt sich eine Kombination aus verschiedenen Materialien.

Das Spiel ist das Training für das Leben.














Montag, 29. Mai 2017

Urban Sketching erklärt

Den Link zu dem Artikel

Kreativ-Trend Urban Sketching
Mein Bild der Welt

aus Spiegel online, vom 26. 05. 2016, geschrieben von Antje Blinda, möchte ich allen empfehlen, die schon immer wissen wollten, was das Urban Sketchen eigentlich ist ;-
Unbedingt lesen und auch das Video gucken!

Fotoreferenzen für eigene Bilder verwenden

Zwar ist das Malen und Zeichnen vor Ort, "Plein Air" sozusagen, wieder sehr im Kommen, die Ideenfindungen der meisten Maler*innen lassen sich aber doch eher von anderen Quellen inspirieren, wobei häufig Fotoreferenzen verwendet werden.

Auch wenn ich in meinem Unterricht, viel Wert darauf lege, anhand von realen Dingen das Sehen zu schulen - Licht und Schatten, Räumlichkeit, etc. - bietet die Arbeit mit Fotovorlagen vielfältigere Möglichkeiten Bildideen realisieren zu können.

Dabei geht es um die Frage, wie weit ich mich von der Bildvorlage lösen kann oder will. Die Herausforderung kann darin bestehen, den Malprozess selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sich von dem Farbauftrag, der Pinselspur treiben und inspirieren zu lassen, Kontrolle und Erwartungen weitgehend abzulegen.

Anlass zu diesen Überlegungen gab heute Morgen die Arbeit einer Kursteilnehmerin, die als Vorlage für ihr Bild aus der vorherigen Woche, eine Abbildung aus einer Zeitung verwendet hat. Damals schien das Ergebnis noch nicht zufriedenstellend gewesen zu sein, weil es sehr wenig Übereinstimmung mit der Fotovorlage gab. Heute, mit dem Abstand von sieben Tagen und ohne das Referenzbild, entstand ein ganz anderer Eindruck. Die Malerei wirkte frisch und eigenständig, die Bildsprache konnte klarer wahrgenommen werden.

Dieses Beispiel passte daher sehr gut zu einer Bildbesprechung zum Thema "Landschaftsmalerei",  wozu ich anhand von Katalogen über den japanischen Maler Kimura, hin zu den Bildern Per Kirkeby's, über Klaus Fußmann's Malerei, meinen ehemaligen Professor an der Universität der Künste Berlin, einen Bogen schlug, um schließlich bei Turner's Aquarellen seiner Reisen entlang des Rheins zu landen.

Ein kleiner Ausschnitt von sehr unterschiedlichen Möglichkeiten der Malerei also. Wobei die erkennbare Landschaft mal mehr, mal weniger deutlich dargestellt ist und die Bilderfindung von der tatsächlich gesehenen Landschaft weit abrücken darf, um der Bildgestaltung und der malerischen Sprache selbst Raum zu geben.

Die Bilder des japanischen Malers Kimura, der lange Zeit in Paris lebte, haben mich während meines Studiums sehr inspiriert. Die Phillips Collection, Washington, D.C. hat 1985, begleitend zu seiner dortigen Ausstellung "Kimura, Paintings and Works on paper 1968 - 1984", einen Katalog herausgegeben. Kimura ist inzwischen gestorben und leider habe ich im Netz nichts weiter über ihn gefunden, weshalb ich davon ausgehe, dass ihn wohl heute niemand mehr kennt.

Samstag, 27. Mai 2017

Munter drauf los

Die Woche war relativ anstrengend, da ist es sehr entspannend heute einfache Mittel, wie Tusche, Feder oder Pinselfüller, in die Hand zu nehmen und zu spüren, wie die Umgebung ihre Spuren hinterlässt.














Freitag, 26. Mai 2017

200 Jahre Zeicheninstitut Tübingen

Heute haben wieder zahlreiche Student*innen meinen Ölmalkurs im Tübinger Zeicheninstitut besucht. Eine erzählte mir, dass sie sich die Tübinger Universität gerade wegen des kulturellen Angebots des Zeicheninstituts ausgesucht hat! Und nun steht die Zukunft dieser traditionellen Einrichtung auf der Kippe. Nachvollziehbar ist das nicht, denn selbst während der mageren Nachkriegsjahre hat sich die Universität nicht davon abhalten lassen, das Zeicheninstitut zu unterstützen und aufrecht zu erhalten.
Sollte das in unserer Zeit, die über wesentlich mehr finanzielle Mittel verfügt, etwa an der Geringschätzung für diese Form von Kultur und Persönlichkeitsbildung scheitern?

Wie armselig ist das denn?

Hier zwei Artikel zu dem Thema: